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Cantarana! Ich weiß gar nicht so genau, wie ich das beschreiben soll!
Cantarana hat seinen ganz eigenen Reiz und eine Ausstrahlung, die schwer zu erfassen ist, finde ich.
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Die Lage ist einzeln und abseits, doch auf der beschriebenen "Straße" kommen eigentlich jeden Tag mal ein paar Autos, Fußgänger oder LKWs vorbei.
Wenn man das Anwesen betritt, verbreitet es erstmal einen Eindruck von Großzügigkeit.
Nichts Enges, alles ist durchsichtig, die Haupthäuser haben pagodenartige Dächer, wegen der Lüftung, drinnen sein ist draußen sein.
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Hier geht es zu den Gästezimmern
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Im rückwärtigen Bereich des Geländes befinden sich in Nebengebäuden mehrere einfache Gästezimmer und sanitäre Anlagen. Als wir da waren, gab es allerdings gerade keine weiteren Gäste. Das lag sicher auch am Zustand der Straße. Eine derartige Erosion muss man gesehen und erlebt haben, auch Bilder geben den tatsächlichen Eindruck nur unzureichend wieder. Inzwischen ist aber der allergrößte Teil der Strecke planiert und neu ausgebaut worden, so dass die Anfahrt ganz erheblich angenehmer geworden ist, wie Sabine uns in einem Brief mitteilte.
Womit es dringend Zeit wird, die Familie von Cantarana vorzustellen:
Alfonso und Sabine Borrero und ihre beiden Kinder Akon und Kihai.

Alfonso ist Venezolaner, spricht hervorragend Deutsch und weiß interessant über Venezuela, Venezolaner, sein ereignisreiches Leben, die Umgebung, Tiere und Pflanzen und vieles andere zu erzählen. Sabine - sie ist Deutsche - steht ihm in dieser Hinsicht natürlich um nichts nach. Die beiden haben wirklich unglaublich viel erlebt, es wird ganz sicher nicht langweilig ihnen zuzuhören.
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In diesem Haus sind ein weiterer Afenthaltsraum und eine Küche, Lage gegenüber dem Haupthaus, dazwischen eine weitläufige parkartige Gartenanlage
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Alfonso ist nicht nur der Chef, sondern auch der Koch auf Cantarana. Seine Küche ist venezolanisch, und das heißt u. a. etwas fetter, als mancher es zuhause gewöhnt ist. Aber Alfonsos Spezialitäten sind ganz sicher was Besonderes!
Die ganze Gegend der südlichen Gran Sabana gilt übrigens unter Esoterikern und ähnlichen Leuten als ein Gebiet mit besonders energiereicher Strahlung und diversen Erscheinungen, die dort schon beobachtet worden sein sollen.
Auch Alfonso und Sabine sind esoterisch orientiert. Wer unvorbereitet Alfonsos und Sabines sicher interessante, aber für jemand, der sich dieses Thema nicht zu eigen machen will, doch sehr eigenwillige Ansichten und von ihm so bezeichnete "Wahrheiten" zu hören bekommt, kann sicher nicht immer nachvollziehen, wie solche Ansichten überhaupt möglich sind. In diesem Punkt jedenfalls konnten wir, trotz aller Sympathie, keinerlei gleiche Meinung erzielen.
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DasHaupthaus von Catarana.
Links geht es in einen Ess- und Aufenthaltsraum
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Aber Alfonso und Sabine sind tolerante Leute und lassen Andersdenkende auch anders sein. Alfonso, ein genialer Rhetoriker, wird natürlich öfter Sein Thema wieder vorbringen. Er versucht nicht, jemand irgendwas aufzuzwingen, aber es beschäftigt ihn eben sehr - und ich könnte mir vorstellen, dass manche vor seiner Redekunst kapitulieren müssen. Ganz ideal für Alfonso - und für alle dann Beteiligten sicher eine besonders schöne Zeit - wäre natürlich der Besuch von Gleichgesinnten in Cantarana.
Aber die anderen kann ich beruhigen: Ihr müsst gar nichts und dürft alles.
Cantarana liegt wie beschrieben im Hinterland und daher gibt es kein Telefon, keine öffentliche Strom- und Wasserversorgung und kein Fernsehen (außer Videos natürlich). Die Sache mit dem Telefon hat sich aber nach unserer Abreise wohl geändert und Cantarana ist nun wenigstens zeitweise erreichbar, bzw. sie können selbst mal irgendwo anrufen.
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Fließendes Wasser ist trotzdem da! Es kommt von einem Quellbach oberhalb des Anwesens, von dem aus Wasserleitungen in die Häuser führen. Der Strom wird mit einem Dieselgenerator selbst erzeugt. Die Verbindung zur Außenwelt besteht nur über die Straße und die vorbeifahrenden Leute aus der Umgebung. Wie ich soeben (Sept 2001) von Sabines Schwester in Deutschland hörte, haben sie dort nach unserem Aufenthalt doch noch Telefon bekommen! Allerdings geht das irgendwie per Funk und von Deutschland aus sind bisher keine Verbindungen zustande gekommen.
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In dem primitiven Zelt aus Plastikplane
hausen einige Goldwäscher
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Trotzdem ist die Landschaft keinesfalls menschenleer, wie ich es erwartet hatte. Hinter jedem 3. Hügel trifft man auf ein Camp der Mineros. Das sind Gold- und Diamantensucher, die an vielen Stellen in der Gegend ihrer Tätigkeit nachgehen, obwohl sie ofiziell gar nicht da sein sollten.
Jedenfalls waren wir keinmal unterwegs, ohne irgendjemand zu sehen. Die Brüllaffen, denen ich viel lieber begegnet wäre, haben wir leider nur ein paarmal in der Ferne gehört.
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